crisp
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eisblume



DIE GESCHICHTE LOKALER OBJEKTE
THE STORY OF LOCAL OBJECTS





crisp × eisblume ist ein Experiment, welches den Austausch sucht zwischen jungem Produktdesign und aufstrebender Spitzengastronomie. In einer Reihe von Workshops floss die Philosophie der Küche der Eisblume in Worb in den Entwurf einer Geschirrkollektion ein. Konventionelle und funktionale Gestaltungsansprüche rücken dabei in den Hintergrund. Die lokale Herkunft der Materialien und der Ort derer Verarbeitung stehen im Zentrum. Die Grenzen zwischen Teller und dem darauf Liegenden lösen sich auf und es entsteht Raum für Assoziationen und Emotionen.
crisp × eisblume is an experiment which aims at exploring the relationship between an emerging industrial design duo and aspiring high-class gastronomy. A series of workshops inspired a tableware line incorporating the culinary philosophy of the „Eisblume“ in Worb. Conventional and functional dogmas were relinquished in favour of focusing on both the local sourcing and processing of materials. Boundaries between the dishes and their edible content are blurred and make room for new associations and emotions.

  

Mit Bewunderig beobachte mir, wie d Händ mitem scharfe Mässer, dr Liechtigkeit vomne Klavierspiler und dr Präzision vomne Chirurg usdr knorrige Wurzle huuchdünni Schibe schnide. Se aschliessend ufem Täuer arichte und em Gricht dür das es Gsicht gäbe wo sim Charakter entspricht. E eifachi Wurzle. Gwachse kei Stund entfärnt vom Ort wo si zumne Bestandteil vomne Kunstwärch verwandlet wird.


Hüt isches die knorrigi Wurzle, gli wirds e früsche, junge Spargu si, später vilicht e zuckersüessi Feusäbire und im Herbst e zerbrächleche Schwumm usem nöche Waud, wo vo däne Händ mit grösster Sorgfalt zumne einzigartige Gricht verwandlet wird.


D Schätz usdr Gägend si so viufäutig und richhautig, das es gar nid meh brucht. O ke Reis zude säutnigste Zuetate womer chöi finde, i dä hingerschte Winkle vo dr Ärdchugle. Die überraschendste Entdeckige machemer nämlech hie. Niene si d Produkt so früsch, so unverfäuscht und natürlech wi dert, am Ort wo si gwachse si.
Auso begäbe mir üs ufne Entdeckigsreis a däm Ort, wo üses Deheime isch und wände üs de unbekannte Facettä vo au denä autbekannte Produkt zue. Ufem Fäud, idr Chuchi, idr Wärchstatt, ir Fabrik.


Bim Ässe geits nämlech um me aus ume Gschmack. Mir ässe mit aune Sinne womer hei, und drum wie mir se aui nähre. So heimer o dert, bi däne Objekt wo mir üses Ässe druf arichte, nach Antworte gsuecht, wie das die chöi usxeh wemer üs uf Wärchstoffe us üsere nächste Umgäbig beschränke und drbi verzichte uf säuteni Ärde und raffinierti Molekül wo eim jede Wunsch erfüue. Mir hei Bekannts mit anderne Ouge agluegt, Unbekannts entdeckt und so nöii Lösige gfunde. Dank jahrzähnte auter Handwärkskunst, zytgnössischer Gstautig, und zuekunftswisende Härdsteuigsverfahre isch e Kollektion entstande wo üs dr Blick öffnet und üs üses Deheime nöi lehrt kennä.